Herzlichen Glückwunsch an Jooyeon Ka! Sie hat am Sonntag den zwölften ZF-Musikpreis gewonnen. Die 1995 in Südkorea geborene Panistin überzeugte in den drei Wettbewerbsrunden. In der Brgündung der Jury heißt es: „Sie seziert die Partitur bis ins Detail, schafft es, alle Einzelheiten hörbar zu machen, ohne das große Ganze zu verlieren. Ihr Spiel ist getragen von höchster Virtuosität und künstlerischer Sensibilität, ist farbenreich, fantasievoll, lyrisch und wandlungsfähig.“ Mitglieder der internationalen Jury unter Vorsitz von Peter Vogel waren in diesem Jahr der türkisch-amerikanische Pianist Özgür Aydin, Prof. Yuka Imamine, Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater München, sowie Seonghyeon Leem, Preisträgerin des ZF‑Musikpreises 2024. Den zweiten Platz belegte Emin Kiourktchian aus Madrid, den dritten Maiqi Wu aus China. Der Publikumspreis ging im ersten Konzert an Vivien Walser aus München, im zweiten und dritten Konzert an Emin Kiourktchian.
Alle zwei Jahre vergibt die Kunststiftung der ZF Friedrichshafen den ZF-Musikpreis. Der Preis würdigt die herausragenden Leistungen von Pianistinnen und Pianisten der jungen Generation. Aus sechs hochbegabten Teilnehmenden ermittelt eine internationale Jury in drei Wettbewerbskonzerten, wer den ZF-Musikpreis erhält. In diesem Jahr waren Luis Alfsmann aus Dortmund, Jacopo Giovannini aus Rom, Jooyeon Ka aus Südkorea, Emin Kiourktchian aus Madrid, Vivien Walser aus München und Maiqi Wu aus China dabei.
Jedes der Wettbewerbskonzerte steht im Zeichen von vorgegebenen Literaturschwerpunkten, die den Musikerinnen und Musikern großes Können abverlangen. Das erste Konzert beinhaltet Werke der Wiener Klassik sowie von Johann Sebastian Bach. Am darauffolgenden Tag werden Stücke der deutschen Romantik und Neue Musik aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts interpretiert. Wettbewerbsliteratur im entscheidenden Abschlusskonzert sind Konzertetüden, u. a. von Frédéric Chopin, sowie Werke des 19. und 20. Jahrhunderts.
Der Gewinner erhält 10.000 Euro, der zweite und dritte Platz sind mit 5.000 bzw. 3.000 Euro dotiert. Eine weitere Besonderheit des ZF-Musikpreises: Bei jedem Konzertabend kann das Publikum und einen mit 500 Euro dotierten Publikumspreis vergeben. Neben den Literaturschwerpunkten, die jedem Konzert einen ganz spezifischen Reiz verleihen, macht die Vergabe des Publikumspreises den Klavierwettbewerb zu einem besonders spannenden Musikereignis.